Eine schöne Hochzeit muss nicht teuer sein. Sie muss nur klug geplant sein. Die folgenden 15 Tipps sparen dir zusammengenommen schnell ein paar Tausend Euro, ohne dass am Ende irgendjemand merkt, dass aufs Geld geschaut wurde. Falls du noch gar nicht weißt, womit du überhaupt rechnen musst, fang am besten mit Was kostet eine Hochzeit in Deutschland? an. Hier soll es ums Sparen gehen.

Der wichtigste Gedanke vorab: Spar nicht überall ein bisschen, sondern richtig an den großen Posten. Leiste dir dafür die zwei, drei Dinge, die dir wirklich am Herzen liegen. Dann fühlt sich am Ende nichts nach Verzicht an.

Die großen Hebel (hier liegt das echte Geld)

1. Kürze die Gästeliste ehrlich

Der mit Abstand wirksamste Spartipp. Jeder Gast kostet dich 80 bis 150 € für Essen, Getränke, Sitzplatz und Papeterie. 20 Gäste weniger bedeuten schnell 2.000 bis 3.000 € gespart. Und mal ehrlich: Eine kleinere Feier ist oft die persönlichere.

2. Heirate unter der Woche oder in der Nebensaison

Samstags von Mai bis September ist die teuerste Zeit überhaupt. Ein Freitag, ein Sonntag oder ein Wintertermin macht Locations und Dienstleister oft 20 bis 40 Prozent günstiger, bei genau derselben Leistung.

3. Wähle eine Location mit „Korkgeld” statt Getränkezwang

Darfst du die Getränke selbst stellen (gegen eine Korkgeld-Pauschale), sparst du bei einer mittleren Feier schnell einen vierstelligen Betrag. Frag das immer ab, bevor du irgendwas unterschreibst.

4. Standesamt + kleine Feier statt großem Saal

Die Trauung im Standesamt kostet nur die Gebühr, meist 40 bis 200 €. Danach eine schöne Feier im kleineren Rahmen, statt zusätzlich noch eine teure freie Trauung und einen großen Festsaal zu stemmen.

Essen & Trinken

5. Buffet oder Foodtruck statt 4-Gänge-Menü

Ein Buffet ist meist günstiger als ein serviertes Menü, und lockerer ist es obendrein. Foodtrucks sind der Budget-Trend 2026, der Preis pro Kopf liegt oft deutlich niedriger.

6. Kaffee & Kuchen von Familie & Freunden

Ein Kuchenbuffet aus selbstgebackenen Kuchen spart die teure Konditortorte fast komplett. Und es wird erstaunlich oft zum Gesprächsthema des ganzen Tages.

7. Eine kleine Schautorte, dahinter Blechkuchen

Statt einer großen, teuren Etagentorte: eine kleine hübsche Torte zum Anschneiden fürs Foto, dahinter günstiger Blechkuchen für die Gäste. Sieht auf den Bildern identisch aus, kostet die Hälfte.

Deko, Papeterie & Blumen

8. DIY-Deko statt Floristik-Vollausstattung

Tischläufer, Kerzen, Windlichter* und Trockenblumen selbst arrangieren spart hier am meisten. Mehr dazu findest du bald in unserem DIY-Bereich.

9. Blumen saisonal, regional und sparsam

Was gerade blüht, kostet einen Bruchteil von Importware. Setz Blumen lieber als gezielte Akzente ein, statt jeden Tisch vollzupacken, oder misch ein paar Trockenblumen dazu.

10. Deko leihen oder gebraucht kaufen

Vasen, Kerzenständer und Schilder bekommst du günstig gebraucht über Kleinanzeigen. Nach der Hochzeit verkaufst du sie einfach weiter, unterm Strich kostet dich die Deko dann fast nichts.

11. Einladungen selbst gestalten oder digital verschicken

Fertige Vorlagen selbst ausfüllen und zu Hause oder im Copyshop drucken ist deutlich günstiger als die Druckerei. Für die Save-the-Dates reicht oft schon eine schöne digitale Karte.

Outfit, Musik & Foto

12. Brautkleid second-hand, Musterkleid oder Outlet

Getragene oder Musterkleider gibt es in Top-Zustand ab 150 bis 400 € statt 1.000 € aufwärts. Viele davon wurden nur ein einziges Mal getragen, manche nie.

13. Musik: kuratierte Playlist statt Ganztags-DJ

Eine gut vorbereitete Playlist über eine ordentliche Box trägt locker durch den Abend. Und wenn DJ, dann nur für die Kernzeit vom Eröffnungstanz bis Mitternacht.

14. Fotograf im Stundenpaket

Zwölf Stunden Fotograf braucht kaum jemand. Ein Paket für die wichtigsten Stunden (Trauung, Paarshooting, Feieranfang) spart oft die Hälfte. Den Rest steuern die Handykameras deiner Gäste bei.

15. Gastgeschenke klein halten oder selbst machen

Kleine selbstgemachte Mitbringsel wie Marmelade, Samentütchen oder ein handgeschriebener Dank sind persönlicher als gekaufte Massenware, und günstiger sowieso. Oder du lässt sie ganz weg. Vermissen wird sie niemand.

Und ein Tipp zum Schluss: Plane einen Puffer ein

So gut du auch sparst, irgendwas kommt am Ende immer dazu. Rechne 10 bis 15 Prozent Puffer aufs Budget, damit die kleinen Extras keine böse Überraschung werden. Am einfachsten behältst du das mit einer Budgetliste im Griff, in der jeder Posten von Anfang an steht (unser Budget-Tracker dafür ist gerade in Arbeit).

Häufige Fragen

Wie viel kann man bei einer Hochzeit realistisch sparen? Wer diese Tipps konsequent umsetzt, kommt gegenüber einer „klassischen” Hochzeit oft auf 30 bis 50 Prozent Ersparnis. Der Löwenanteil steckt in Gästezahl, Termin und Eigenleistung bei Deko und Papeterie.

Wo sollte man bei der Hochzeit nicht sparen? An dem, was dir persönlich am wichtigsten ist. Für viele sind das die Fotos, die ja bleiben, oder gutes Essen. Setz zwei, drei Prioritäten und spar beim Rest.

Wirkt eine günstige Hochzeit „billig”? Nein, solange du an den unsichtbaren Posten sparst (Gästezahl, Termin, Menüform) statt an der Optik. Über den Eindruck entscheiden Deko, Licht und Liebe zum Detail, nicht der Preis.


Alle Ersparnisse sind Orientierungswerte und hängen von deiner Region und Ausgangslage ab.